Publi­zie­ren wis­sen­schaft­li­cher Arbei­ten — von den Gren­zen des Ana­lo­gen und den Poten­tia­len des Digi­ta­len.

Gera­de habe ich mei­ne Dok­tor­ar­beit mit dem Titel “Das mul­ti­me­dia­le Schul­buch (mBook) — von der Theo­rie in die Pra­xis:
Kon­zep­ti­on, Pro­duk­ti­on und empi­ri­sche Über­prü­fung eines mul­ti­me­dia­len Geschichts­schul­buchs” abge­schlos­sen.
Und jetzt ste­he ich, welch imper­ti­nen­te ‘Über­ra­schung’, vor dem glei­chen Pro­blem wie Genera­tio­nen von Dok­to­ran­den vor mir: ohne Publi­ka­ti­on kein schi­cker Titel.
Um die­se, den Dok­to­ran­den schwer belas­ten­de Tat­sa­che her­um hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten eine Ver­lags­in­dus­trie gebil­det, die mit die­ser letz­ten Hür­de vor der wis­sen­schaft­li­chen Wei­he Geld ver­dient. Die Ange­bo­te rei­chen von renom­miert (De Gru­y­ter etc.) bis belä­chelt (Shaker Ver­lag etc.). Der Ver­lag über­nimmt dabei Druck und Ver­trieb der Bücher. Soviel zu den Vor­tei­len.
Die Lis­te der Ein­schrän­kun­gen und Nach­tei­le die­ses Sys­tems liest sich (in der Regel) deut­lich län­ger.
Der Ver­lag
 — küm­mert sich nicht um den Satz,
 — führt kein Lek­to­rat durch,
 — begut­ach­tet den Inhalt nicht,
 — druckt nor­ma­ler­wei­se nur sehr klei­ne Auf­la­gen (um die 150 Stück),
 — ver­langt einen hohen Druck­kos­ten­zu­schuss (etwa 1.000 – 4.000€),
 — sichert sich exklu­si­ve Rech­te am Werk,
 — führt kaum oder kei­ne Wer­be­maß­nah­men durch.
Also zusam­men­fas­send: Als Autor schreibt, setzt und redi­giert man, bezahlt dann einen vier­stel­li­gen Betrag, um dar­auf­hin so gut wie kei­ne Reich­wei­te oder Sicht­bar­keit zu bekom­men und muss im Anschluss (meist erfolg­los) bet­teln, wenn man einen Aus­zug sei­nes eige­nen Werks an einer ande­ren Stel­le ver­öf­fent­li­chen möch­te.
Da drängt sich die Fra­ge auf, war­um die­ses Sys­tem immer noch funk­tio­niert, und war­um nicht fast alle Dok­to­ran­den ihr Werk kos­ten­los (sogar mit einer Opti­on auf Gewinn statt garan­tier­tem Ver­lust), ein­fach, schnell und mit poten­ti­ell sehr hoher Reich­wei­te online publi­zie­ren.
Mei­ne Ant­wort dar­auf: ana­chro­nis­ti­sche Sen­ti­men­ta­li­tä­ten mit einer ordent­li­chen Pri­se Stan­des­dün­kel. Frei nach dem Mot­to: “Ich möch­te mein Werk aber im (meist sehr lieb­los gestal­te­ten) Umschlag eines renom­mier­ten Ver­lags sehen. Das hebt mein Pres­ti­ge als Wis­sen­schaft­ler”.
Die­se Ant­wort (und welch ande­re Ant­wort könn­te es mit Blick auf die Nach­tei­le sonst noch geben?) spie­gelt sehr deut­lich die Rück­stän­dig­keit unse­rer Bil­dungs- und Wis­sen­schafts­land­schaft wie­der. Nicht Inhal­te, son­dern die Tra­di­ti­on von Anstal­ten und die Abzei­chen von Eli­ten zeu­gen von ‘Qua­li­tät’.
Die oben beschrie­be­ne ‘Ver­öf­fent­li­chungs­stra­te­gie’ fin­det man auch bei der Publi­ka­ti­on von For­schungs­er­geb­nis­sen, zum Bei­spiel in DFG-Pro­jek­ten etc. Die Ergeb­nis­se sol­len nach Vor­ga­ben der Dritt­mit­tel­ge­ber oft­mals ohne Log­in und Kos­ten (Open Access) der All­ge­mein­heit zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Nichts leich­ter als das, wür­de man den­ken. Man lade die PDF oder das ePub ein­fach auf die Pro­jekt­sei­te und schon ist die Open-Access-Publi­ka­ti­on getä­tigt.
Alter­na­tiv könn­te man sich auch an einen Ver­lag wen­den, der dann in etwa fol­gen­de Argu­men­ta­ti­on vor­legt:
“Wenn das Werk Open Access ange­bo­ten wer­den soll, dann ver­kau­fen wir natür­lich kaum mehr oder sogar kei­ne gedruck­ten Bücher mehr. Das bedeu­tet, dass der ‘Druck­kos­ten­zu­schuss’ noch ein­mal deut­lich höher aus­fal­len muss. Wir bie­ten dafür eine PDF auf der Sei­te unse­res Ver­la­ges, die lei­der einen deut­lich 4‑stelligen Betrag als ‘Druck­kos­ten­zu­schuss’ erfor­der­lich macht. Satz und Redak­ti­on sind selbst­ver­ständ­lich vom Auf­trag­ge­ber zu über­neh­men.”
Es bleibt zu hof­fen, dass die­se Logi­ken bald von allen Betei­lig­ten als das erkannt wer­den, was sie sind: teue­re und ana­chro­nis­ti­sche Denk­wei­sen aus einem ver­gan­ge­nem Jahr­tau­send.
Die durch ein Umden­ken frei wer­den­den Res­sour­cen könn­ten in einem wei­te­ren Schritt mög­li­cher­wei­se sogar sinn­voll für zum Bei­spiel wis­sen­schaft­li­che Nach­wuchs­för­de­rung genutzt wer­den.

Haus­mit­tei­lung: Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se 2016

Haus­mit­tei­lung: Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se 2016

Vom mBook schon gehört, aber noch nie gese­hen? Über den Muse­ums­füh­rer mGui­de schon gele­sen, aber noch kei­ne genaue Vor­stel­lung von Auf­bau und Wir­kungs­wei­se? Gera­de mit einem span­nen­den wis­sen­schaft­li­chen Pro­jekt begon­nen, aber kei­ne gute Idee, wie man Ergeb­nis­se im digi­ta­len Zeit­al­ter auf­be­rei­tet und wirk­sam ver­öf­fent­licht?

Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen ist in die­sem Jahr mit einem eige­nen Stand auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se ver­tre­ten. Sie haben also die Gele­gen­heit, über digi­tal-mul­ti­me­dia­le Lehr- und Lern­mit­tel, Muse­ums-Apps und digi­ta­le Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on mit uns zu spre­chen.

Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen ist von der Jury der Platt­form Neu­land 2.0 als eines von 15 Star­tups aus­ge­wählt wor­den, sich auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se als Teil der jun­gen und inno­va­ti­ven Digi­tal­sze­ne im Ver­lags- und Bil­dungs­be­reich zu prä­sen­tie­ren.

Wenn Sie also bes­se­ren, erfolg­rei­che­ren und ein­fa­cher vor­zu­be­rei­ten­den Unter­richt mit digi­ta­len Schul­bü­chern hal­ten wol­len, wenn Sie Ihr Museum/ Ihre Aus­stel­lun­gen end­lich öffent­lich sicht­bar machen wol­len, und wenn es Sie auch stört, dass Ihre wis­sen­schaft­li­che Arbeit nur eine gerin­ge öffent­li­che Wahr­neh­mung hat, dann las­sen Sie uns über Lösun­gen reden.

Besu­chen Sie uns am 18. und 19. März 2016 auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se in der Hal­le 5 und spre­chen Sie mit uns über Ihre Vor­stel­lun­gen digi­ta­ler Zukunft.

„And the win­ner is … das mBook.“

And the win­ner is … das mBook.“

Das mBook des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen hat den eBook Award 2015 gewon­nen, der auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se ver­ge­ben wird. Damit schließt sich für die Initia­to­ren und Mit­ar­bei­ter die­ses Pro­jekts zunächst ein Kreis, der von den ers­ten Pro­jket­ide­en, über deren Rea­li­sie­rung im Pro­dukt und des­sen Imple­men­tie­rung in den schu­li­schen All­tag bis zur öffent­li­chen Aner­ken­nung reicht. Im Früh­jahr war das mBook bereits für den auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se ver­ge­be­nen Preis „Schul­buch des Jah­res“ des Georg-Eckert-Insti­tuts nomi­niert.

Inno­va­ti­on in Schu­len ist mög­lich
Reflek­tiert man nun mit Blick auf die brei­te öffent­li­che Aner­ken­nung des mBooks und sei­nen Erfolg bei Leh­rern wie Schü­lern den Weg und die bestim­men­den Fak­to­ren die­ses Pro­jekts, las­sen sich Schlüs­se für die Zukunft zie­hen.
Zum einen zeigt sich, wie groß das Bedürf­nis nach einer Wei­ter­ent­wick­lung der Lehr- und Lern­mit­tel auf allen Ebe­nen ist: Die Nut­zer (Schü­ler und Leh­rer) wol­len Schul­bü­cher, deren inhalt­li­che Argu­men­ta­tio­nen vom Para­dig­ma der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung getra­gen wer­den. Sie wol­len neue Fra­gen stel­len und sich auf den Weg nach eige­nen Erkennt­nis­sen machen. Sie wol­len die weit­ge­hend anre­gungs­frei­en und her­aus­for­de­rungs­lo­sen, bis zum Über­druss bekann­ten Dar­stel­lungs­kon­ven­tio­nen ana­lo­ger Schul­bü­cher hin­ter sich las­sen. Sie schät­zen moder­nes Gra­fik­de­sign und digi­ta­le Arbeits­mit­tel. Sie suchen nach einer zeit­ge­mä­ßen Medi­en­päd­ago­gik, die nicht im Tro­cken­schwim­men schlecht gemach­ter ‚Inter­net­füh­rer­schei­ne’ hän­gen bleibt, son­dern es ermög­licht, den Umgang mit (digi­ta­len) Medi­en an Inhal­ten zu erler­nen und anzu­wen­den.

All­tags­taug­lich­keit statt Test-Pro­jek­te
Die Nut­zer wol­len end­lich die Pha­se ver­ein­zel­ter, zeit­lich wie räum­lich begrenz­ter Test­mo­du­le und Pro­jekt­chen hin­ter sich las­sen und all­tags­taug­li­che, mit den Aus­stat­tungs­si­tua­tio­nen der Schu­len kom­pa­ti­ble Leit­me­di­en zum Ein­satz brin­gen, die einen lehr­plan­ba­sier­ten Unter­richt über gan­ze Schul­jah­re tra­gen.
Sie ver­lan­gen, dass Fach­wis­sen­schaft­ler, Bil­dungs­for­scher, Schul­ver­wal­tun­gen und Bil­dungs­me­di­en­pro­du­zen­ten ihre geis­ti­ge Klein­staa­te­rei auf­ge­ben und end­lich im Diens­te der Unter­richts- und Schul­ent­wick­lung mit ihnen zusam­men­ar­bei­ten. Statt sich klamm­heim­lich von der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung zu ver­ab­schie­den[1], soll­ten alle Betei­lig­ten end­lich die Chan­cen der digi­ta­len Revo­lu­ti­on sehen und anfan­gen, sie zu gestal­ten. Nur dann wer­den sie Erfolg haben – zusam­men und jeder für sich.

mBook als Motor der Unter­richts­ent­wick­lung
Die For­de­run­gen von Leh­rern und Schü­lern sind Teil der mBook-Kon­zep­ti­on und das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen (IdL) hat sich auf den Weg gemacht, sie umzu­set­zen. Dabei behaup­ten wir nicht, das „idea­le Schul­buch“ (J. Rüsen) ent­deckt zu haben; wor­auf alle Autoren, Didak­ti­ker, Lay­ou­ter, Gra­fi­ker, Infor­ma­ti­ker und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gen des IdL aber in der Tat stolz sein kön­nen ist, dass sie – gegen manch­mal erheb­li­che Wider­stän­de – ers­te Pfa­de gelegt haben, auf denen man wei­ter­ge­hen kann.
Die didak­ti­schen Ver­bes­se­run­gen und Syn­er­gie­ef­fek­te, orga­ni­sa­to­ri­schen Erleich­te­run­gen und Hebel­wir­kun­gen des mBooks im All­tag sind groß. So reflek­tie­ren es Schü­ler und Leh­rer. Nur drei Bei­spie­le: Ein mul­ti­me­dia­les Schul­buch­an­ge­bot zu haben, das reich­lich Mög­lich­kei­ten für Erwei­te­run­gen und Ver­tie­fun­gen bie­tet und die tag­täg­li­che Jagd nach wenigs­tens halb­wegs pas­sen­den Mate­ria­li­en sowie Pro­jek­ti­ons- und Hal­te­rungs­ge­rä­ten im Schul­all­tag deut­lich abmil­dert, schafft erheb­li­che orga­ni­sa­to­ri­sche Erleich­te­run­gen. Dar­über hin­aus ent­ste­hen Ver­bes­se­run­gen und Syn­er­gie­ef­fek­te im Ler­nen: Bild­li­che und text­li­che Nar­ra­tio­nen las­sen sich mit­ein­an­der ver­glei­chen, Mul­ti­per­spek­ti­vi­tät kann end­lich auch anhand des Lehr und Lern­ma­te­ri­als auf­ge­zeigt wer­den, Aus­wahl­ent­schei­dun­gen wer­den trans­pa­rent. Die Hebel­wir­kun­gen des mBooks sind eben­falls deut­lich zu sehen, etwa, wenn sich Schu­len mit För­der­ver­ei­nen und Schul­trä­gern auf den Weg machen, tech­ni­sche Aus­stat­tun­gen zu ver­bes­sern, weil sie jetzt wis­sen wofür.[2] Der umge­kehr­te Weg, erst Tech­nik, dann die Fra­ge nach dem Inhalt, ist sinn­los. Lei­der wur­de gera­de die­ser Weg in der Ver­gan­gen­heit nur all zu oft beschrit­ten und das hat bei Leh­rern und Schü­lern immer wie­der zu Ent­mu­ti­gun­gen geführt und vie­le sinn­vol­le Ide­en unnö­tig des­avou­iert.

Books in Brow­ser als Zukunfts­mo­dell
Die Jury des ebook-Awards weist auf die fle­xi­blen Mög­lich­kei­ten der tech­ni­schen Umset­zung des mBooks hin: „Basie­rend auf einem ela­bo­rier­ten didak­ti­schen Kon­zept wur­den die Lehr­plan-Inhal­te in tex­tu­el­ler Dar­stel­lung zusam­men mit mul­ti­me­dia­len Ergän­zun­gen, Lern­ma­te­ria­li­en, Ori­gi­nal­quel­len und Arbeits­auf­ga­ben kom­bi­niert und über eine eigens ent­wi­ckel­te Web-Anwen­dung ver­füg­bar gemacht.“[3] Der Books-in-Brow­ser-Ansatz ist gera­de für die Schu­len eine attrak­ti­ve Mög­lich­keit, trotz unter­schied­li­cher tech­ni­scher Vor­aus­set­zun­gen die digi­ta­le Welt sinn­voll zu nut­zen. Es braucht kei­ne spe­zi­el­len Lese­ge­rä­te, Soft­ware­vor­aus­set­zun­gen oder Gerä­te­ty­pen. Das mBook funk­tio­niert auf jedem Gerät, das über einen Brow­ser ver­fügt. Es lässt sich online und off­line nut­zen. Es bie­tet idea­le Mög­lich­kei­ten zur Inte­gra­ti­on unter­schied­li­cher media­ler Nar­ra­tio­nen und lässt sich mit Blick auf die Hand­ha­bung so nied­rig­schwel­lig gestal­ten, dass tech­nik­fer­ne­re Nut­zer sehr schnell dazu bewo­gen wer­den kön­nen, es in ihre Arbeits­vor­gän­ge zu inte­grie­ren.
Die­ser tech­ni­sche Ansatz ist nicht zuletzt für die Buch­bran­che ins­ge­samt attrak­tiv. Auch grö­ße­re Publi­kums­ver­la­ge kämp­fen nicht sel­ten mit ähn­li­chen oder sogar mit den glei­chen Pro­ble­men wie die Schu­len. Noch Ende des letz­ten Jah­res konn­te man von Kol­le­gen wäh­rend der E‑publish auf die Fra­ge, war­um der Books-in-Brow­ser-Ansatz ange­sichts der viel­fäl­ti­gen ästhe­ti­schen Ein­schrän­kun­gen und Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me im E‑Re­ader-Bereich nicht viel offen­si­ver genutzt wird, die ver­wirr­te Ant­wort bekom­men: „Ja, aber dann ist es ja kein Buch mehr.“ Nur, so mei­ne Nach­fra­gen: Ist es wirk­lich not­wen­dig, ana­lo­ge Stan­dards der Buch­de­fi­ni­ti­on mit digi­ta­len Mit­teln nach­zu­bil­den? War­um und für wen soll­te man das machen? Und ist die­ses Fest­hal­ten an ana­lo­gen Stan­dards tat­säch­lich die Grund­la­ge für bes­se­re Geschäf­te in der (digi­ta­len) Buch­bran­che?

Fazit: Die digi­ta­le Buch­welt erfor­dert ernst­haf­te Refor­men in der Orga­ni­sa­ti­on von Buch­pro­duk­ti­on und ‑imple­men­tie­rung
Eini­ge Kol­le­gen der Buch­bran­che dis­ku­tier­ten wäh­rend der letz­ten E‑publish in Ber­lin die Fra­ge, ob man den Absatz digi­ta­ler Bücher nicht mit tra­di­tio­nel­len Wer­be­maß­nah­men ankur­beln könn­te. So wur­de u.a. auch ein But­ton ins Spiel gebracht, der die Bot­schaft „Con­tent insi­de“ an die Leser brin­gen soll­te.[4]
So merk­wür­dig sol­che Ide­en zunächst erschei­nen, sie ver­wei­sen auf ein Pro­blem, das nicht nur der Schul­buch­be­reich hat: das sek­to­ra­le Den­ken. Die Berei­che Inhalts­pro­duk­ti­on, Ver­trieb, Wer­bung und Kun­den­be­treu­ung arbei­ten struk­tu­rell nicht so kon­se­quent und dau­er­haft zusam­men wie es nötig wäre, um blei­ben­den Markt­er­folg zu haben.
Digi­ta­li­tät ist jedoch nicht nur eine Tech­nik, die für jeden Betei­lig­ten bestimm­te Ände­run­gen an Arbeits­mit­teln und Arbeits­wei­sen her­vor­bringt; Digi­ta­li­tät führt zu einer Revo­lu­ti­on all unse­rer Lebens­voll­zü­ge. Und die­se Revo­lu­ti­on bringt es mit sich, dass die Medi­en­welt ver­netz­ter, kom­mu­ni­ka­ti­ver, syn­er­ge­ti­scher, kol­lek­ti­ver, trans­pa­ren­ter und direk­ter wird. Dar­aus folgt, dass der Kon­takt von Autoren, Ver­lags­mit­ar­bei­tern, Buch­händ­lern und Nut­zern enger sein muss und jeder für den Bereich des ande­ren mit­ver­ant­wort­lich ist. Ins­be­son­de­re im Schul­buch­be­reich soll­ten die Akteu­re sich noch kla­rer machen, dass „eine kun­den­ori­en­tier­te Pro­dukt­ent­wick­lung und Markt­be­ar­bei­tung […] in dyna­mi­schen Käu­fer­märk­ten eine Selbst­ver­ständ­lich­keit“ wer­den muss. „Dies reflek­tie­ren auch ein­schlä­gi­ge Ent­wick­lungs­me­tho­den wie das Design Thin­king und der Human Cen­te­red Design Pro­cess. Im Kon­text der Digi­ta­li­sie­rung von Medi­en­pro­duk­ten rückt ange­sichts der ver­hal­te­nen Zah­lungs­be­reit­schaft ein Teil­as­pekt in der Vor­der­grund: der (wahr­ge­nom­me­ne) Pro­dukt­nut­zen. Nur wenn der Pro­dukt­nut­zen höher als bei kos­ten­lo­sen Ange­bo­ten wahr­ge­nom­men wird, ent­steht eine Zah­lungs­be­reit­schaft.“[5]
Medi­en­kon­ver­genz ist eben kei­ne tech­ni­sche Fra­ge allein, sie hat erheb­li­che Wir­kun­gen auf Pro­duk­ti­ons­or­ga­ni­sa­ti­on, Berufs­feld­de­fi­ni­ti­on und Medi­en­kom­mu­ni­ka­ti­on. In die Arbeit am mBook-Pro­jekt des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen sind vie­le die­ser Aspek­te bereits ein­be­zo­gen wor­den, und des­halb ist es so inno­va­tiv.

[1] Hell­muth, Tho­mas: Über Kom­pe­ten­zen – oder doch eher: Wie wär’s mit Bil­dung?, in: Public Histo­ry Wee­kly 3 (2015) 27DOI:dx.doi.org/10.1515/phw-2015 – 4536.
[2] Sie­he dazu etwa fol­gen­de Infor­ma­tio­nen: http://xn--institut-fr-digitales-lernen-b7c.de/startseite/presse/ [18.10.2015] sowie Mar­cus Ventz­ke und Ber­na­det­te Thie­len, NRW 4.0: Ent­wick­lung und Erpro­bung digi­ta­ler Schul­bü­cher – Das Bei­spiel mBook NRW, in: Schu­le NRW. Amts­blatt des Minis­te­ri­ums für Schu­le und Wei­ter­bil­dung, 67 Jg., Nr. 3 (2015), S. 113 – 115.
[3] http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2015/10/15/digitale-impulse-kommen-von-aussen.htm [17.10.2015].
[4] http://www.swop-exchange.de/konferenzen/epublish-2014/kongress/programm.html?programmid=602 [18.10.2015].
[5] Okke Schlü­ter, WS-04 Bene­fit Publi­shing – Letzt­lich ver­le­gen wir Kun­den­nut­zen (E‑Publish 2014, 06.11.2014, in: http://www.swop-exchange.de/konferenzen/epublish-2014/kongress/programm.html?programmid=591 [18.10.2015].

Bericht­erstat­tung

http://blogs.faz.net/buchmesse/2015/10/15/so-schlecht-geht-es-den-e-books-gar-nicht-685/

http://www.donaukurier.de/lokales/kurzmeldungen/eichstaett/Eichstaett-E-Book-Award-geht-nach-Eichstaett;art74356,3135048

http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2015/10/15/digitale-impulse-kommen-von-aussen.htm

http://www.boersenblatt.net/artikel-elektronisches_auf_der_buchmesse.1037239.html

http://www.dpc-consulting.org/angekommen-in-digitalien-der-zweite-deutsche-ebook-award-auf-der-fbm15/

http://www.ku.de/presse/pi/einzelansicht/article/mbook-geschichte-erhaelt-deutschen-ebook-award/

Der mGui­de für das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren — eine mul­ti­me­dia­le Rei­se in die Ver­gan­gen­heit

Der mGui­de für das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren — eine mul­ti­me­dia­le Rei­se in die Ver­gan­gen­heit

Die Rae­re­ner Fuhr­leu­te waren tage­lang unter­wegs, bis sie end­lich in Köln waren, denn die Stra­ßen waren schlecht und die Rei­se gefähr­lich. Bis in die gro­ßen Hafen­städ­te wur­de unser Rae­re­ner Stein­zeug von ihnen gebracht […]. Eine sol­che Rei­se war oft schwie­ri­ger als gedacht, denn Stra­ßen und Mee­re waren unbe­re­chen­bar.” - Eine Pas­sa­ge aus dem Ani­ma­ti­ons­film zum The­ma ‘Frü­he Glo­ba­li­sie­rung’ im neu­en mGui­de des Töp­fe­rei­mu­se­ums Rae­ren.

Waren­trans­port war in der Frü­hen Neu­zeit viel unbe­re­chen­ba­rer und gefähr­li­cher als heu­te. Er stell­te die erfah­rens­ten Händ­ler, Fuhr­leu­te und See­fah­rer tag­täg­lich vor neue, im Vor­feld kaum abzu­schät­zen­de Her­aus­for­de­run­gen.

Was die Fuhr­leu­te aus dem lim­bur­gi­schen Ort Rae­ren trans­por­tier­ten? Stein­zeug. Das Rae­re­ner Stein­zeug war im 16. und 17. Jahr­hun­dert sehr gefragt. Töp­fe, Krü­ge, Vasen oder ande­res Geschirr — nahe­zu für jeden Zweck hat­ten Rae­re­ner Töp­fer etwas im Ange­bot. Sie waren welt­weit für ihre hart gebrann­ten, was­ser­dich­ten und geschmacks­neu­tra­len Pro­duk­te bekannt. Vie­le Geschich­ten rank­ten und ran­ken sich bis heu­te um die Her­stel­lung der Gefä­ße und um den Trans­port des Stein­zeugs in alle Tei­le der damals bekann­ten Welt.

Das Töp­fe­rei­mu­se­um in Rae­ren hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, das Rae­re­ner Stein­zeug zu sam­meln, zu bewah­ren, zu erfor­schen und Besu­chern zu prä­sen­tie­ren. Dazu gehö­ren auch die fas­zi­nie­ren­den Geschich­ten über eines der High-Tech-Pro­duk­te der Frü­hen Neu­zeit. Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen hat die Inhal­te des Muse­ums digi­tal auf­be­rei­tet und dafür den mGui­de ent­wi­ckelt — eine mul­ti­me­dia­le Muse­ums-App, die Muse­ums­ob­jek­te mit ihrem ver­gan­ge­nen oder gegen­wär­ti­gen Kon­text ver­bin­det.

Der klei­ne bel­gi­sche Ort Rae­ren liegt nahe der deut­schen Gren­ze, 10 km von Aachen ent­fernt und ist Teil der deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft Bel­gi­ens.

Das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren
Das Muse­um prä­sen­tiert einen Über­blick über die ein­drucks­vol­le Geschich­te des Rae­re­ner Stein­zeugs. Die Samm­lung ist in der Burg Rae­ren aus dem 14. Jahr­hun­dert unter­ge­bracht. Aus­ge­stellt wer­den u.a. Gefä­ße berühm­ter Rae­re­ner Töp­fer­meis­ter. Ohne die zwei­fel­los span­nen­den Geschich­ten hin­ter die­sen Gefä­ßen blei­ben die Objek­te für die meis­ten Besu­cher aber stumm und damit lang­wei­lig. Also haben wir uns ent­schie­den, den All­tag der Töp­fer­meis­ter, ihr Leben und Arbei­ten mit digi­ta­len Mit­teln wie­der zum Leben zu erwe­cken, um die Welt des Rae­re­ner Stein­zeugs heu­ti­gen Besu­chern nahe­zu­brin­gen.

Die Was­ser­burg beher­bergt das Töp­fe­rei­mu­se­um.

Über­all Töp­fe: In den Vitri­nen des Muse­ums wer­den die unter­schied­li­chen Pha­sen des Rae­re­ner Stein­zeugs dar­ge­stellt.

Ein Muse­um mit einer Kera­mik­aus­stel­lung? Lang­wei­lig. — Nicht unbe­dingt!
Der mGui­de zeigt dem Besu­cher die span­nen­den Sei­ten der Stein­zeug­pro­duk­ti­on, indem er die Objek­te u.a. mit den Schrit­ten ihrer Her­stel­lung sowie den Funk­ti­ons­er­war­tun­gen und Lebens­wei­sen der Händ­ler und Käu­fer ver­bin­det. Auf die­se Wei­se ent­steht ein tie­fe­rer, an vie­len Stel­len auch per­sön­li­che­rer Zugang zu den The­men: Wir las­sen bei­spiels­wei­se im mGui­de den berühm­ten Töp­fer­meis­ter Jan Emmens Men­ni­cken auf­tre­ten, der im 16. Jahr­hun­dert leb­te. In fik­ti­ven Ani­ma­ti­ons-Geschich­ten beglei­tet er die Besu­cher durch die App und ist gleich­zei­tig der Erzäh­ler quel­len­ba­sier­ter und gut recher­chier­ter Geschich­ten zu allen Aspek­ten des Rae­re­ner Stein­zeugs. Er führt den Besu­cher gewis­ser­ma­ßen zurück in die Ver­gan­gen­heit. Durch ihn wird die Geschich­te Rae­rens vor­stell­bar, viel­sei­tig erfahr­bar, eben wie­der ‘leben­dig’.

Rae­re­ner Stein­zeug — das sind kei­ne leb­lo­sen, alten Töp­fe und Schüs­seln. Sie erzäh­len uns heu­te von den For­men der Mas­sen­pro­duk­ti­on des 16. Jahr­hun­derts, von aben­teu­er­li­chen See­rei­sen um die gan­zen Welt oder den Wir­kun­gen der frü­hen Glo­ba­li­sie­rung. Sie erzäh­len von lan­gen Pil­ger­fahr­ten und wil­den Trink­ge­la­gen, von medi­zi­ni­scher Tech­nik und Lager­hal­tung auf Schif­fen, und sie geben uns einen Ein­blick in die ero­ti­schen Fan­ta­si­en der Men­schen der Frü­hen Neu­zeit. Rae­re­ner Krü­ge zei­gen uns die beein­dru­cken­de Bil­der­welt der Kon­fes­sio­na­li­sie­rungs­zeit — mit Comic­strips, Wap­pen und geheim­nissvol­len Sym­bo­len.

Erfolg­rei­ches Team­work mit der Ziel­grup­pe
Das App-Pro­jekt ent­stand in Zusam­men­ar­beit mit einer Schul­klas­se aus Eupen (Bel­gi­en). Schü­le­rin­nen und Schü­ler sind eine der wich­tigs­ten Ziel­grup­pen der App und waren damit unse­re tat­kräf­ti­gen Mit­ent­wick­ler. In zwei mehr­tä­gi­gen Work­shops erstell­ten wir mit ihnen gemein­sam Inhal­te, die für jugend­li­che Besu­cher span­nend sind. Zu Beginn der Work­shops führ­ten wird des­halb in die Prin­zi­pi­en des Geschich­ten­er­zäh­lens ein. Danach erfan­den die Schü­ler eige­ne Geschich­ten, ent­wi­ckel­ten die Dra­ma­tur­gie für Vide­os und gestal­te­ten die dazu­ge­hö­ri­gen Sto­ry­boards.

Nut­zung der App im Muse­um
Die App kann kos­ten­los für die Smart­pho­ne-Betriebs­sys­te­me Andro­id und iOS her­un­ter­ge­la­den wer­den. Außer­dem ste­hen im Muse­um Leih­ge­rä­te zur Ver­fü­gung. Die App dient dabei sowohl der Beglei­tung des Muse­ums­be­suchs als auch der Vor- und Nach­be­rei­tung.

App-Mar­ke­ting: Tue Gutes und rede dar­über

Muse­en, die fas­zi­nie­ren­de Apps pro­du­zie­ren oder pro­du­zie­ren las­sen, soll­ten für deren Nut­zung wer­ben. Apps sind auf­wen­dig zu erstel­len, schon ihre Kon­zep­te sind sehr zeit- und kos­ten­in­ten­siv. Daher ist es unser Ziel, dass mög­lichst vie­le Besu­cher und Inter­es­sier­te auf die App auf­merk­sam wer­den und sie her­un­ter­la­den.
Zum Launch der App möch­ten wir vie­le Men­schen für den mGui­de des Töp­fe­rei­mu­se­ums Rae­ren und des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen begeis­tern. Die­ser Blog-Bei­trag ist somit Teil der Mar­ke­ting-Stra­te­gie. Auch auf ande­ren Platt­for­men wer­den Sie etwas über unse­ren mGui­de lesen, hören und sehen kön­nen.

Damit bleibt zum Abschluss nur noch unse­re Emp­feh­lung an Sie: Laden Sie unse­ren mGui­de her­un­ter, besu­chen Sie das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren, und bege­ben Sie sich auf eine Ent­de­ckungs­rei­se in die Ver­gan­gen­heit …

Der mGui­de
Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren
Down­load: iOS
Down­load: Andro­id

WLAN in der Schu­le — Ein Erfah­rungs­be­richt mit Mera­ki

WLAN in der Schu­le — Ein Erfah­rungs­be­richt mit Mera­ki

Als eines der Haupt­pro­ble­me der digi­ta­len Schu­le wird immer wie­der die man­gel­haf­te WLAN-Infra­struk­tur ange­führt. Oft­mals heißt es dann, eine gesam­te Schu­le sei so ohne wei­te­res nicht mit WLAN aus­zu­stat­ten. Des Wei­te­ren wird nur all­zu häu­fig auf das Miss­brauchs­po­ten­ti­al eines Schul­netz­werks durch die Schü­ler selbst hin­ge­wie­sen. Seit das mBook Geschich­te als digi­ta­les Schul­buch zu erwer­ben ist, set­zen wir uns noch häu­fi­ger mit dem The­ma aus­ein­an­der.
Des­halb wol­len wir auf die­se bei­den Punk­te im fol­gen­den Erfah­rungs­be­richt aus der Real­schu­le am Euro­pa­ka­nal in Erlan­gen ein­ge­hen. Der Fokus wird dabei vor allem auf die tech­ni­schen Pro­ble­me und Lösun­gen gelegt. Zum Ein­satz von digi­ta­len Medi­en und Tablets an der Real­schu­le am Euro­pa­ka­nal hat Flo­ri­an Sochat­zy schon einen Beitrag[1ver­öf­fent­licht.

WLAN Emp­fang in der gan­zen Schu­le

Die meis­ten Schu­len sind gro­ße Gebäu­de mit meh­re­ren Stock­wer­ken, unzäh­li­gen Wän­den, unter­teilt in Klas­sen­räu­me. Die Ver­sor­gung einer gesam­ten Schu­le mit WLAN erfor­dert daher genaue Pla­nung und ent­spre­chen­de Hard­ware.
In der Real­schu­le am Euro­pa­ka­nal in Erlan­gen hat man sich für eine Hard­ware­lö­sung der Fir­ma Cis­co Mera­ki[2] ent­schie­den.

Das Mera­ki Webi­nar

Jeden Don­ners­tag fin­det um 10 Uhr ein kos­ten­lo­ses Webi­nar von Meraki[3statt. Die­se auf Deutsch gehal­te­ne Ver­an­stal­tung bie­tet einen schnel­len Über­blick über die Funk­tio­nen und Mög­lich­kei­ten des Sys­tems. Zusätz­lich ver­schenkt Mera­ki an jeden Teil­neh­mer einen sei­ner Access Points, den MR18. Ich habe an die­sem Webi­nar teil­ge­nom­men und will hier kurz mei­ne Ein­drü­cke von Mera­ki und des­sen Mög­lich­kei­ten für Muse­en und Schu­len dar­le­gen.

Was bie­tet Mera­ki?

Mera­ki bie­tet ein Kom­plett­sys­tem aus Hard­ware und Soft­ware für Auf­bau und Ver­wal­tung kom­ple­xer Netz­wer­ke. Der Fokus liegt hier­bei vor allem auf einer mög­lichst ein­fa­chen Hand­ha­bung. So lässt sich ein ein­mal ein­ge­rich­te­tes Netz­werk bequem von einer Web-Ober­flä­che, dem Dash­board, bedie­nen und war­ten.

Mera­ki bie­tet drei Kate­go­ri­en von Pro­duk­ten an, aus denen sich das Netz­werk zusam­men­setzt:
- Lay­er-3-Swit­ches: Schnitt­stel­le zwi­schen den ein­zel­nen Gerä­ten des Netz­werks (swit­ching) und dem Inter­net (rou­ting);
- Fire­walls: zen­tra­le Fire­wall (inklu­si­ve eige­ner Hard­ware, nicht zu ver­wech­seln mit Soft­ware-Fire­walls für den eige­nen PC) über die alle Sicher­heits­ein­stel­lun­gen lau­fen;
- Access Points: WLAN-Access-Points, über die das WLAN vor Ort ver­teilt wird.
Auf der Soft­ware-Ebe­ne sieht man als Nut­zer nur das Dash­board, eine glo­bal erreich­ba­re Web­ober­flä­che zum Steu­ern der Gerä­te.

Dash­board

Über die Web­ober­flä­che las­sen sich die bestell­ten Gerä­te schon vor der Lie­fe­rung ein­rich­ten und das gesam­te Netz­werk kon­fi­gu­rie­ren. So vor­be­rei­tet, muss man die ein­zel­nen Gerä­te nur noch auf­bau­en. Sobald sich die Gerä­te zum ers­ten Mal mit dem Inter­net ver­bin­den, wer­den die Kon­fi­gu­ra­tio­nen auto­ma­tisch von Mera­ki her­un­ter­ge­la­den und das Netz­werk ist betriebs­be­reit.

Nach der Erst­ein­rich­tung fun­giert das Dash­board als zen­tra­le Schnitt­stel­le zwi­schen dem Admi­nis­tra­tor und der Hard­ware. Neben der Kon­fi­gu­ra­ti­on aller Gerä­te kann man hier auch mit Hil­fe diver­ser Dia­gno­se-Tools das Netz­werk über­wa­chen und Feh­ler­quel­len fin­den. So lässt sich zum Bei­spiel ein Kabel­test durch­füh­ren, der Dia­gno­se­pa­ke­te durch alle Ports des Gerä­tes sen­det und danach mög­li­che Pro­ble­me auf­lis­tet.
Gera­de für Ein­rich­tun­gen mit meh­re­ren Stand­punk­ten eröff­net sich hier unter ande­rem die Mög­lich­keit einer zen­tra­len Ver­wal­tung der IT, was sowohl Zeit als auch Kos­ten spa­ren kann.

Swit­ches

Mera­ki Switch; Foto: Tobi­as Arendt

Da die Swit­ches vor allem auf tech­ni­scher Ebe­ne wich­tig sind, um gro­ße Daten­men­gen in einem loka­len Netz­werk zu ver­wal­ten und die­ses Netz­werk mit dem Inter­net zu ver­bin­den, will ich mich hier nicht zu lan­ge mit ihnen auf­hal­ten.
Der Lay­er-3-Switch von Mera­ki ist dafür zustän­dig, Daten, die im Netz­werk selbst ver­sen­det wer­den und Daten, die vom Netz­werk aus ins Inter­net gelan­gen zu orga­ni­sie­ren. Der Switch arbei­tet dabei sowohl auf Soft­ware- als auch auf Hard­ware-Ebe­ne an einer best­mög­li­chen Auf­tei­lung der ein­zel­nen Ports und Daten­pa­ke­te. Vie­le der Funk­tio­nen des Swit­ches, vor allem das Prio­ri­sie­ren bestimm­ter Daten oder Diens­te, kann jedoch auch auf Soft­ware-Ebe­ne vom Acce­s­point aus gere­gelt wer­den. Ent­spre­chend wird ein sol­cher Lay­er-3-Switch vor allem in gro­ßen Netz­wer­ken benö­tigt und kann bei klei­nen Pro­jek­ten ver­nach­läs­sigt wer­den.

Access-Points

Mera­ki MR18; Foto von meraki.com

Der wohl wich­tigs­te Teil der Infra­struk­tur sind die Access-Points (APs). Die­se lie­fert Mera­ki in ver­schie­de­nen Grö­ßen für den Innen- oder Außen­be­trieb. Ein Muse­um oder eine Schu­le mit meh­re­ren Gebäu­den und einem Außen­be­reich kann so die gesam­te Grund­flä­che mit WLAN ver­sor­gen. Die Access-Points sind soli­de ver­ar­bei­tet und — wie bei allen Pro­duk­ten von Mera­ki — alle benö­tig­ten Kom­po­nen­ten sind für den sofor­ti­gen Anschluss vor­han­den, inklu­si­ve Schrau­ben und Dübeln für die Wand-Mon­ta­ge. Optisch sind die aus wei­ßem Kunst­stoff bestehen­den Access-Points unauf­fäl­lig. An der Unter­sei­te befin­den sich ein­zel­ne LEDs für die Sta­tus­über­prü­fung. Die leis­tungs­star­ken Anten­nen sind inte­griert und nach Aus­kunft des Mera­ki-Webi­nars kann ein Access-Point bis zu 64 Cli­ents ver­wal­ten. Für eine Schu­le mit durch­schnitt­li­cher Klas­sen­grö­ße reicht also im Zwei­fels­fall ein AP für zwei neben­ein­an­der lie­gen­de Klas­sen­räu­me. In einem Muse­um mit höhe­rem Besu­cher­auf­kom­men kön­nen jedoch auch meh­re­re APs pro Raum ver­wen­det wer­den, die Mera­ki-Soft­ware ver­teilt die Arbeits­last dabei dyna­misch auf die ein­zel­nen Gerä­te.

Traf­fic Sha­ping

Jeder Access-Point ver­fügt über eine Lay­er-7-Traf­fic-Sha­ping-Lösung. Das bedeu­tet, dass jede Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Inter­net auto­ma­tisch ana­ly­siert und kate­go­ri­siert wird. Der AP erkennt also, ob gera­de Sky­pe zum Tele­fo­nie­ren, der Web-Brow­ser für Face­book oder Out­look zum Abru­fen von Emails genutzt wird. Auf Basis der Kate­go­ri­sie­rung und vor­her fest­ge­leg­ter Regeln wird dann die Netz­werk-Aus­las­tung ver­wal­tet. Der AP über­mit­telt den Sky­pe-Anruf also bei­spiels­wei­se mit der höchs­ten Prio­ri­tät und maxi­ma­ler Geschwin­dig­keit, Face­book wird leicht gedros­selt, lädt aber trotz­dem noch flüs­sig, und Out­look ruft im Hin­ter­grund mit stark ver­rin­ger­ter Geschwin­dig­keit die Emails ab.
Die­se Regeln las­sen sich über das Dash­board glo­bal ver­wal­ten, kön­nen jedoch auch für jeden AP spe­zi­ell kon­fi­gu­riert wer­den. Dadurch ist es zum Bei­spiel mög­lich, Sky­pe im gesam­ten Haus zu blo­ckie­ren, jedoch im Kon­fe­renz­raum mit höchs­ter Prio­ri­tät zuzu­las­sen. Muse­en kön­nen dies bei­spiels­wei­se dazu nut­zen, in ein­zel­nen Sta­ti­ons­tex­ten auf (YouTube-)Videos hin­zu­wei­sen. Der die­sen Raum bedie­nen­de AP wird dar­auf­hin so kon­fi­gu­riert, dass (YouTube-)Videos mit erhöh­ter Prio­ri­tät abge­spielt wer­den. In allen ande­ren Räu­men des Muse­ums hin­ge­gen wer­den (YouTube-)Videos blo­ckiert, um die Band­brei­te zu scho­nen.

Dros­seln statt blo­cken

Zwar ist das kate­go­ri­sche Blo­cken von Inhal­ten eine durch­aus prak­ti­sche Funk­ti­on, die vor allem in Muse­en oder ande­ren Ein­rich­tun­gen mit wech­seln­den Benut­zern sinn­voll ist, in einer Schu­le, in der das WLAN täg­lich von den glei­chen Per­so­nen genutzt wird, bie­tet sich jedoch ein ande­rer Ansatz an.
Die Real­schu­le in Erlan­gen hat die Erfah­rung gemacht, dass das Blo­ckie­ren von Inhal­ten dazu anregt, die­se Blo­cka­den zu über­win­den. Bestimm­te Diens­te oder Pro­gram­me, wie zum Bei­spiel ein pri­va­ter Mine­craft PE[4] Ser­ver wer­den in der Band­brei­ten­zu­wei­sung ein­fach soweit limi­tiert, dass das Spie­len sei­nen Reiz ver­liert.

Im Bild sieht man eine ein­fa­che Rege­lung zum Traf­fic-Sha­ping: Das öffent­li­che Netz­werk hat ins­ge­samt 250kb/s Traf­fic zur Ver­fü­gung, jeder Nut­zer maxi­mal 100kb/s.
Zusätz­lich wird der Traf­fic für Mail-Pro­gram­me (wie Out­look etc.) auf 50kb/s begrenzt, der Datei-Up/Down­load von Drop­box hin­ge­gen darf die vol­len 100kb/s aus­las­ten.

Speed­Burst ist eine von Mera­ki ver­wen­de­te Tech­no­lo­gie, die es ein­zel­nen Nut­zern erlaubt, bei Down­loads die maxi­mal fest­ge­leg­te Geschwin­dig­keit kurz­zei­tig zu über­schrei­ten, soll­ten Netz­werk­res­sour­cen frei sein. Dadurch wird das Netz­werk für den Nut­zer fühl­bar schnel­ler, die Aus­las­tung ver­schiebt sich jedoch nicht zu Guns­ten eines ein­zel­nen Nut­zers.

Man­che Netz­wer­ke erfor­dern jedoch ein kon­kre­tes Blo­ckie­ren ein­zel­ner Diens­te, hier­für bie­tet Mera­ki schon vor­de­fi­nier­te Kate­go­ri­en. Man kann jedoch auch eigen­stän­dig ein­zel­ne Sei­ten oder gan­ze Berei­che sper­ren.

Mul­ti­ple SSIDs

Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist die Mög­lich­keit der APs, bis zu 15 SSIDs zu broad­cas­ten. Eine SSID ist dabei der sicht­ba­re Name des WLANs, über den die Benut­zer die­ses fin­den. (z.B. Fritz Box-XXXX oder Tele­kom-XXX wie man es aus sei­nem pri­va­ten Netz­werk kennt) Ver­schie­de­ne SSIDs bedeu­ten hier jedoch auch unter­schied­li­che Netz­wer­ke, mit unter­schied­li­chen Zugriffs­be­rech­ti­gun­gen und unter­schied­li­chen Regeln und Fil­tern.

Es ist also mög­lich, ein Netz­werk mit dem Namen Schule­XY-Intern zu erstel­len, mit dem sich nur bestimm­te Gerä­te ver­bin­den dür­fen. Die­se Rege­lung wird durch einen MAC-Fil­ter[5] rea­li­siert, alle zuge­las­se­nen Gerä­te haben unein­ge­schränk­ten Zugriff auf das Inter­net und eine höhe­re Prio­ri­tät im Netz­werk. Dadurch wird gere­gelt, dass bestimm­te Gerä­te, zum Bei­spiel die der Leh­rer, immer mit maxi­ma­ler Geschwin­dig­keit arbei­ten kön­nen, egal wie aus­ge­las­tet das Netz ansons­ten ist.
Zusätz­lich könn­te man ein Schule­XY-Schue­ler Netz­werk anle­gen, um die Han­dys oder Tablets der Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit dem Inter­net zu ver­bin­den. In die­ser Form wäre das Inter­net gefil­tert erreich­bar, um dem Jugend­schutz und ande­ren Vor­schrif­ten zu ent­spre­chen.
Ein drit­tes Netz­werk mit dem Namen Schule­XY-Gast könn­te mit einem Pass­wort gesi­chert wer­den, das Besu­cher der Schu­le erhal­ten kön­nen. In die­sem Netz­werk kann der Daten­strom stark gefil­tert und die Geschwin­dig­keit dyna­misch gedros­selt wer­den, um den Schul­ab­lauf nicht zu unter­bre­chen.
Eine wei­te­re Funk­ti­on wird für Schu­len eher unin­ter­es­sant sein, kann sich jedoch für Muse­en als durch­aus posi­tiv dar­stel­len: Das Muse­um könn­te ein zusätz­li­ches Netz­werk erstel­len, das für Pas­san­ten frei zugäng­lich ist, sobald sie sich mit ihren Face­book-Zugangs­da­ten anmel­den. Mera­ki unter­stützt die­se Funk­ti­on von sich aus, das Muse­um pro­fi­tiert dabei zusätz­lich von den Infor­ma­tio­nen, die sich aus den Face­book-Pro­fi­len der Nut­zer erge­ben. In die­sem öffent­li­chen Netz­werk könn­te der Zugriff auf das Inter­net blo­ckiert und ledig­lich das Infor­ma­ti­ons­por­tal des Muse­ums auf­ruf­bar sein. Nut­zer könn­ten auf die­se Wei­se mit dem Muse­um inter­agie­ren und Inhal­te mit erhöh­ter Daten­men­ge kon­su­mie­ren, ohne ihr per­sön­li­ches Daten­vo­lu­men zu belas­ten.

Data Visua­li­za­ti­on

Wie umfang­reich das Dash­board ist, wird vor allem an der Visua­li­sie­rung der Daten deut­lich. Neben den Dia­gno­se-Tools befin­den sich hier auch jede Men­ge Sta­tis­ti­ken und auf­be­rei­te­te Daten über die Nut­zung des WLANs. Dabei kann einer­seits auf der Gerä­te­e­be­ne die Inten­si­tät der Aus­las­tung fest­ge­stellt wer­den, ande­rer­seits las­sen sich soge­nann­te Heat-Maps erstel­len. (Man kennt die­se inzwi­schen aus Spiel­ana­ly­sen im Fuß­ball.) Anhand derer wird erkenn­bar, an wel­chen Stel­len beson­ders vie­le Per­so­nen das Netz­werk nut­zen. Gera­de Schu­len oder Muse­en damit sehr schnell, wo das Netz­werk noch ver­stärkt wer­den muss.

Fazit

Mera­ki ist für den Auf­bau eines Schul- oder Muse­ums­netz­wer­kes eine gute Opti­on, weil es die spe­zi­fi­schen Inter­es­sen die­ser Nut­zer­grup­pe abdeckt. Hin­zu kom­men etli­che sinn­vol­le Ein­zel­funk­tio­nen, eine ein­fa­che Bedien­bar­keit und der gute Kun­den­ser­vice.


[1] https://blog.institut-fuer-digitales-lernen.de/digitales-lernen-mit-schulen-statt-ueber-schulen-sprechen/

[2] https://meraki.cisco.com/

[3] https://meraki.cisco.com/webinars/signup/1568/einfauhrung-ins-cloud-networking-deutsch/

[4] http://minecraft-de.gamepedia.com/Pocket_Edition

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/MAC-Filter

Der Deut­sche eBook-Award 2015: Befrei­ung des digi­ta­len Buchs von den Fes­seln mate­ri­el­ler Pro­dukt­ka­te­go­ri­en

Der Deut­sche eBook-Award 2015: Befrei­ung des digi­ta­len Buchs von den Fes­seln mate­ri­el­ler Pro­dukt­ka­te­go­ri­en

Der Deut­sche eBook-Award hat in die­sem Jahr klar­ge­stellt, dass Qua­li­tät nicht von tech­ni­schen For­ma­ten abhän­gig ist, son­dern auf Grund krea­ti­ver Ide­en zu beur­tei­len ist. Letz­tes Jahr muss­ten Bewer­ber ihre Bücher in den tech­ni­schen Pro­dukt­ka­te­go­ri­en ‘enhan­ced eBooks’ und ‘eBook-Apps’ ein­rei­chen. In die­sem Jahr wur­den die Kate­go­ri­en voll­stän­dig ver­än­dert, so dass For­ma­te und Dis­tri­bu­ti­ons­we­ge kei­ne Rol­le mehr spie­len. Die neu­en Kate­go­ri­en lau­ten ‘Fic­tion’, ‘Non­fic­tion’, ‘Kin­der und Jugend’.

Wir begrü­ßen die­se Ent­wick­lung aus­drück­lich, da sie ein wich­ti­ger Schritt ist, das elek­tro­ni­sche Buch aus den wenig pro­duk­ti­ven For­mat- und Dis­tri­bu­ti­ons­dis­kus­sio­nen zu befrei­en und ihm damit einen frei­en, krea­ti­ven und inno­va­ti­ven Weg in die Zukunft zu ermög­li­chen.
An vie­len Stel­len und The­men ist es sinn­voll und not­wen­dig, das ana­lo­ge Buch aus sei­ner rei­nen Text­ba­sie­rung und Linea­ri­tät, sei­ner Sei­ten­be­schrän­kung, mate­ri­el­len Unver­än­der­lich­keit und stoff­li­chen Bin­dung zu befrei­en. Dazu soll­ten die Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­tät und Mul­ti­me­dia­li­tät kon­se­quent genutzt wer­den. Ziel muss es dabei sein, hoch­wer­ti­ge­re, span­nen­de­re, freie­re und indi­vdua­li­sier­ba­re­re Pro­duk­te zu erschaf­fen als es ana­lo­ge Bücher je sein konn­ten.

Das Buch im Brow­ser — auch für Tablets eine hoch­wer­ti­ge Lösung

Der Brow­ser, der Ort der “art­ge­rech­ten Con­tent­hal­tung”, ist für vie­le Ein­satz­or­te und The­men der idea­le Ort, um eine unver­re­gel­te und krea­ti­ve Neu­kon­zep­ti­on und ‑gestal­tung mul­ti­me­dia­ler Bücher zu ermög­li­chen. Brow­ser ermög­li­chen einen uni­ver­sel­len Zugang zum Pro­dukt, nut­zen das vol­le Poten­ti­al von html5CSS und Java Script und ermög­li­chen dadurch ein frei­es Aus­pro­bie­ren, Ver­än­dern und Aktua­li­sie­ren von Inhal­ten.

Für das Ein­satz­feld Schu­le ist ist die Ent­schei­dung für Bücher im Brow­ser nahe­zu alter­na­tiv­los. Die Dis­pa­ri­tät schu­li­scher IT-Aus­stat­tung macht den Brow­ser zum kleins­ten gemein­sa­men Nen­ner, denn nur ein sehr klei­ner Pro­zent­satz der Schu­len ver­fügt über Tablets und kann somit Apps über­haupt nut­zen. Im Brow­ser hin­ge­gen kön­nen alle didak­tisch, metho­disch und inhalt­lich sinn­vol­len Ide­en für alle schu­li­schen Nut­zer auf­be­rei­tet und damit ein signi­fi­kan­ter Mehr­wert geschaf­fen wer­den.

Unter ande­rem aus die­sem Grund ist die Ent­schei­dung der Jury des Deut­schen eBook-Awards sinn­voll, weit­sich­tig und zukunfts­wei­send.